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Der Scheid - das am schönsten gelegene Vereinsheim Hessens?


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Blick vom Balkon auf die Anlegestelle*
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Auf die Fragenach dem schönsten Vereinsheim wird wohl jeder Verein seine eigene Antwort parat haben, aber nicht wenige sagen TSV Korbach oder denken TV 1850, wenn vom Scheid die Rede ist, und das nicht ohne Grund. Schließlich besteht die Verbindung seit über 90 Jahren. Zunächst in Form der Himmelfahrtswanderungen auf die idyllische Halbinsel im Edersee. Die Entscheidung dort ein festes Quartier zu bauen fällt schon früh, zunächst pachtet der Verein nur einen malerischen Uferstreifen von geringem landwirtschaftlichem Nutzen, um darauf einen vereinseigenen Schuppen zur Unterbringung von Booten zu errichten. Auf dem Gipfel der Weltwirtschaftskrise wird aus dem Bootsschuppen das Vereinshaus. Die Einweihung feiert der TV 1850 Korbach im Juli 1932. Dasselbe Jahr markiert denn auch den Beginn der Abteilung Wassersport im damaligen Turnverein, der das Grundstück drei Jahre später erwerben kann.
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Geschaft! - Der erste Bauabschnitt (1932)**

Verdopplung nach dem Krieg


Der nächste Schritt zur gegenwärtigen Form gelingt im Nachkrieg. Zwischen 1947 und 1949 wird das Ver- einsheim auf die heutige Breite gebracht und mit einem neuen Wohn- und Schlaftrakt versehen. Derzeit verfügt das Haus über 16 Betten. Auf dem Grundstück sind zudem 13 Wohnwagenplätze vorhanden, von denen derzeit elf durch Vereinsmitglieder belegt sind.Das prominenteste ist sicher Otto Lange, auch Heimwart Lothar Brittich, der seit 2001 für das Gelände verantwortlich ist, gehört zur Camping-Gemeinschaft. Der letzte größere Umbau erfolgt 1985: die Verkleidung des Innenraums mit Brettern.
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Heimwart Lothar Brittich (rechts) und Otto Lange vor der Seeseite***
Zum 40jährigen Jubiläum vermittelt Willi Heckmann 1972 ein Darlehen von 50.000 Mark, mit dem der TV ein Häuschen mit sanitären Anlagen errichten kann, das die Anerkennung als Camping­Platz bedeutet.Diese Aufwertung erweist sich als Grundlage dafür, dass aus dem Vereinsgelände ein zweites Zuhause, wenn nicht gar der Lebensmittelpunkt werden kann. Wie bei Lothar und Brigitte Brittich. Die aktuelle Heimwartin kann sich noch gut an jene Zeiten erinnern, in denen der kühle Bootskeller als streng bewachter Vorratsraum fungierte. Wenn für alle Pudding gekocht wurde, dann mussten Wachen organisiert werden, erklärt Brigitte mit einem Schmunzeln.  Die Zeiten des fröhlichen Mundraubs sind längst Geschichte, nicht nur aufgrund der Fortschritte in Sachen Kühltechnik. Das Freizeitverhalten hat sich geändert, von daher ist das Vereinsheim längst nicht jedes Wochenende belegt. Derzeit sind zwei Stellplätze auf dem Campingplatz frei. Besonders gern gesehen neue Freizeitgenosen am Scheidt sind dabei Familien mit Kindern.
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Traute Runde beim 75jährigen Jubiläum***
* Photos: Nadja Zecher-Christ
** Bild im Vereinsbesitz
*** Thorsten Spohr
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. April 2010 um 14:33 Uhr